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Mittwoch der 26. November 2008
17:38h - angenehme kaelte
letzten samstag stand ich zuerst etwa 25min konspirativ am nordbahnhof in der kaelte herum. im urbanen nirgendwo berlins.
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das einzige was dort zu sehen war waren neubaubloecke und bauzaeune. jedoch war ich nicht alleine. nach dem warten in der kaelte zog der trott von vielleicht 200 unsicheren gestalten los durch ein loch im erwaehnten bauzaun. kurz darauf erkannte ich im vollmondlicht: wir befanden uns auf der patrouillienstrasse im todesstreifen (8) in der naehe der bernauer strasse. nach einigem hin und her brachen wir durch ein loch in der mauer und im dahinter gelegenen zaun. dort ließ man uns jedoch den streifen nur gegen bezahlung verlassen. verstaendlicher weise tat jeder wie ihm geheissen. schnell ueberquerten wir dann die vor uns liegende breite strasse und drangen abermals in naechtlich, eiskaltes dunkel ein. es sah im fahlen licht aus wie eine unkrautueberwucherte baustelle, die seit jahren keiner mehr betreten hatte. am anderen ende der wiese gab es eine kleine tuer im mauerwerk hinter der es seit einer knappen stunde endlich wieder warmes, freundliches licht zu sehen gab.
links hinter dieser tuer stand ein grosser tisch voller getraenke, bier, wein, sekt, spaeter auch gluehwein. dennoch erkannte man die aussmasse der raeumlichkeit in der wir uns befanden erst hinter dem eingangsbereich. vor uns lag eine grosse dunkle ehemalige fabrikhalle, die etwa zur haelfte mit plastikstuehlen und umgedrehten eimern bestueckt war. die aussmasse des raums waren kaum durch das licht von einigen kleinen kerzen wahrnehmbar. der gasgeruch von einem hilflos und einsam arbeitenden kleinen gasheizer war trotz der eisiger nase sehr gut wahrnehmbar. es fuehlte sich durch ihn wohl etwa 5 grad waermer an als in der, noch unverschneiten dunkelheit von zuvor. als wir ankamen war es schon recht voll. gemurmel und ein bisschen bierseeligkeit belebten den kalten ort ein wenig. an einem weissen aufgehaengten tuch am anderen ende der halle war die duestere projektion eines britischen films mit sean connery zu erkennen. wir kamen recht gut in die story, da sie stimmungsmaessig sehr gut die atmosphaere die wir gerade von aussen mitgebracht haben beschreiben konnte. wir froren trotz winterfester ausruestung durch die geschichte. der film war zu ende, ein initiator der veranstaltung bedankte sich fuer unser zahlreiches erscheinen und wir verliessen den kuehlen ort mit etwas verwirrten gedanken, am wohl bis dahin kaeltesten abend in berlin. kurz darauf und eine s-bahnstation suedlicher fanden wir, l, a, ein paar freunde aus bonn und ich, uns wieder, im schneegestoeber und weissgeschneiten touristenmassen auf der oranienstrasse. dort tranken wir bier im tacheles, in der openair-bar unterm oekologisch unguenstigen heizpilz, und blickten durch unsere verschneiten gesichter auf den hof hinter dem haus, der wohl seit jahren mal wieder aussah wie mit zucker bestreut. ueberhaupt wirken rostige stahlriesen und -traeger von schnee beschneit eher warm und freundlich. komisch. bertl sagt "gute texte brauchen eben zeit ;)"
Tonibaloney ruft "also jetzt reicht´s!!! Dieses facebook-Geschmarre ersetzt doch nicht alles und vor allem nicht das kreative Verfassen von Texten in diesem Blog! Also ehrlich, bloggen ist wenigstens eine kreative Art der Kommunikaton in den neuen Medien. "
bertl sagt "bin jetze in facebook. hab also keine zeit mehr fuern bertlog. uebrigens geht's heute wieder zu so einem abjefahrnen kino-event. die geschichte wiederholt sich also doch"
t fragt "für 2 Monate? mhmm, interessantes Hobby...."
die berlinerin sagt "in die badewanne vielleicht?"
t denkt "der herr s hat sich bestimmt abgesetzt, irgend wohin, wo es WARM ist...."
die berlinerin flüstert "wann gibt's denn hier mal lese-nachschub? wo doch soooo viel passiert ist!"
baloni sagt "seit wann ist das tacheles in der oranienstraße?"
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